AMALFI VIBES
Weiße Häuser und Terrassen des Dorfes Nocelle oberhalb von Positano, im Hintergrund das Meer und die Inseln Li Galli

POSITANO

Montepertuso und Nocelle: das obere Positano, Dörfer und Pfade

Oberhalb der kaskadenartig angelegten Häuser von Positano, zwischen bewirtschafteten Terrassen und Steintreppen, liegen zwei Ortsteile, die der Tagestourismus kaum streift. Montepertuso mit seinem durchlöcherten Fels und Nocelle, wo der Sentiero degli Dei endet, zeigen ein ruhigeres, vertrauteres Gesicht des Ortes.

Foto: Unsplash

Jenseits der Spiaggia Grande

Positano ist ein vertikaler Ort, und diese Vertikalität endet nicht bei den letzten Häusern am Meer. Beim Aufstieg lichtet sich das touristische Gefüge, und es tauchen Gemüsegärten, Trockenmauern, kleine Kirchen und Dorfstimmen auf.

Die höher gelegenen Ortsteile gehören ganz selbstverständlich zu Positano, haben aber einen anderen Charakter: weniger Schaufenster, mehr Alltagsleben. Es sind Orte für alle, die die Postkarte schon kennen und verstehen möchten, was sich dahinter verbirgt.

Montepertuso und der durchlöcherte Fels

Schon der Name Montepertuso verweist auf den „durchbohrten Berg“. Das Wahrzeichen des Dorfes ist tatsächlich der durchlöcherte Fels, ein großes natürliches Loch in der Felswand, die über dem Ort aufragt und auch aus der Ferne zu erkennen ist.

Die lokale Überlieferung verbindet es mit einer Legende vom Kampf zwischen dem Teufel und der Madonna, die der Volkserzählung zufolge den Berg geöffnet haben soll. Wie bei allen mündlichen Geschichten gibt es Varianten: Fragen Sie die Menschen, die hier leben, und Sie werden wahrscheinlich mehr als eine hören.

Zu Fuß durch die Gassen von Montepertuso

Das Dorf erkundet man in aller Ruhe, entlang von Gassen und kleinen Treppen, die sich plötzlich zur Küste hin öffnen. Das Meer liegt hier fern und tief unten, und die Atmosphäre erinnert eher an mediterranes Bergland als an einen Badeort.

Tragen Sie bequeme Schuhe mit gutem Profil: Das Pflaster kann uneben und rutschig sein, vor allem nach Regen. Eine Pause auf dem kleinen Platz, bei der Beobachtung des Dorfrhythmus, ist so viel wert wie eine Besichtigung von Sehenswürdigkeiten.

Nocelle, das Dorf ganz oben

Nocelle ist noch beschaulicher. Wenige Häuser, Terrassen über dem Abgrund, ein Licht, das bei Sonnenuntergang den Stein und das ferne Meer erglühen lässt. Von hier reicht der Blick bis zu den Inseln Li Galli, die vor Positano auf dem Wasser zu liegen scheinen.

Hier endet auch der Sentiero degli Dei von Agerola: Viele Wanderer kommen nach stundenlangem Marsch zu Fuß an, doch Nocelle lohnt auch für sich allein einen Besuch, ohne dass man die gesamte Strecke bewältigen muss.

Ohne Eile hinaufsteigen

Das obere Positano erreicht man zu Fuß über die alten Treppen und Pfade, die das Zentrum mit den Ortsteilen verbinden, oder mit den lokalen Straßenverbindungen. In beiden Fällen ist der Höhenunterschied beträchtlich und sollte eingeplant werden.

Routen, Fahrten und Taktung ändern sich mit der Saison und können Abweichungen unterliegen: Prüfen Sie vor der Abreise die Website der Gemeinde Positano und die offiziellen Quellen der Verkehrsbetriebe und informieren Sie sich über den Zustand der Wege. Hinweise zu den allgemeinen Verbindungen an der Küste finden Sie im Artikel über die Fortbewegung.

Wann man gehen sollte und was in den Rucksack gehört

Die Morgenstunden und der späte Nachmittag sind am angenehmsten: Das Licht ist weich, die Wärme erträglicher und das Gefühl der Ruhe authentischer. In der Zwischensaison ist der Aufstieg deutlich angenehmer.

Nützlich im Gepäck

  • geschlossene, bequeme Schuhe, geeignet für Stufen und Stein
  • Wasser und eine Kopfbedeckung für die sonnigen Stunden
  • eine leichte Jacke, denn in der Höhe kann es kühler werden
  • etwas Bargeld und Geduld: In den kleinen Dörfern ist das Angebot begrenzt

Eine Idee für einen halben Tag

Brechen Sie früh von Positano auf und steigen Sie gemächlich nach Montepertuso hinauf, mit Pausen dort, wo sich die Aussicht öffnet. Widmen Sie dem durchlöcherten Fels und den Gassen des Dorfes etwas Zeit und gehen Sie dann weiter nach Nocelle, um das Panorama auf die Li Galli zu genießen.

Wählen Sie für den Rückweg die Variante, die zu Ihren Beinen und zur Uhrzeit passt. Unten angekommen, ist die Kirche Santa Maria Assunta mit ihrer Majolikakuppel ein schöner Abschluss, denn sie lässt den Kontrast spüren zwischen dem Positano, das sich zeigt, und dem, das sich weiter oben verbirgt.

Häufige Fragen

Kann man Montepertuso und Nocelle an einem einzigen Vormittag besuchen?

Ja, mit einfacher Planung und gemütlichem Tempo lassen sich beide Ortsteile an einem halben Tag sehen. Die tatsächliche Dauer hängt davon ab, wie Sie auf- und absteigen. Prüfen Sie daher vorher die lokalen Verbindungen und den Zustand der Wege.

Muss man Wanderer sein, um nach Nocelle zu gelangen?

Nicht unbedingt: Man erreicht es auch mit den Straßenverbindungen, die Sie immer in den offiziellen Quellen prüfen sollten. Wer die Treppen oder Pfade wählt, muss jedoch Höhenunterschied und unebenen Untergrund einplanen und mit geeignetem Schuhwerk losgehen.

Was bedeutet der Name Montepertuso?

Er verweist auf den „durchbohrten Berg“ und bezieht sich auf den durchlöcherten Fels über dem Dorf. Die lokale Überlieferung verbindet dieses Loch mit einer Volkslegende um den Teufel und die Madonna.

Quellen und nützliche Links

Zeiten, Preise und Leistungen können sich ändern: Prüfe vor der Reise immer die offiziellen Quellen.

Aktualisiert: 2026-10-26

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