Die Insel hat zwei Rhythmen: Wählt den langsamen
Zu den Mittagsstunden ist Capri lebhaft und belebt. Früh am Morgen und gegen Abend ändert sich das Tempo: Die Gassen leeren sich, die weißen Mauern erwärmen sich im goldenen Licht, und man hört wieder das Geräusch der eigenen Schritte.
Wenn ihr könnt, bleibt bis zum Sonnenuntergang oder übernachtet. Auch wer nur für einen Tag kommt, kann einen romantischen Tag gestalten, wenn man darauf verzichtet, alles zu sehen, und sich für wenige Stopps entscheidet, die man in Ruhe erlebt.
Die Piazzetta zu der Stunde, in der es ruhiger wird
Von der Standseilbahn, die von Marina Grande hinauffährt, gelangt man zur Piazza Umberto I, der Piazzetta, dem Wohnzimmer der Insel. Tagsüber ist sie eine belebte Bühne, doch mit dem Abend wird sie beschaulicher: Man setzt sich hin, schaut dem Treiben zu, mit dem Uhrturm als Kulisse.
Von hier zweigen schmale Gassen ab, zwischen Bögen, Portalen und hinter den Mauern verborgenen Gärten. Lasst euch ohne Ziel treiben: Die stillsten Ecken findet man fast immer nur wenige Schritte von den meistbesuchten Orten entfernt.

Giardini di Augusto: ein Aussichtspunkt zum Teilen
Die blumigen Terrassen der Giardini di Augusto blicken auf das Meer und die Faraglioni, die drei Felsen, die das Symbol von Capri sind. Es ist ein Ort, den man ohne Eile genießen sollte: eine Bank, die Farben der Blüten, die sich mit den Jahreszeiten ändern, die steil zum Wasser abfallende Küste.
Von hier sieht man auch die Serpentinen von Via Krupp, in den Fels gehauen. Auch wenn ihr sie nicht begehen könnt, ist der Blick von oben schon einer der meistfotografierten Momente der Insel.
Via Krupp und Marina Piccola, wenn die Straße offen ist
Via Krupp verbindet den Bereich der Gärten mit Marina Piccola über eine Reihe von Kurven am Felsenabgrund entlang. Die Straße kann gesperrt sein: Prüft vor der Planung des Abstiegs die offiziellen Mitteilungen der Gemeinde Capri.
Wenn sie offen ist, geht sie langsam entlang, mit geeignetem Schuhwerk und mit Stopps an den Stellen, an denen sich das Meer öffnet. Wenn sie geschlossen ist, bleibt Marina Piccola dennoch ein schöner Ort für eine Pause am Meer: Informiert euch über die lokalen Verbindungen, um dorthin zu gelangen und wieder in den Ort zurückzukehren.

Die Certosa di San Giacomo und ihre Stille
Wenige Schritte unterhalb der Gärten liegt die Certosa di San Giacomo, ein altes Klosterensemble mit zurückhaltender Atmosphäre. Nach Licht und weiten Panoramen sucht man hier das Gegenteil: geschützte Räume, Stein, Ruhe.
Es ist ein kurzer, aber kostbarer Halt für alle, die Orte lieben, die dazu einladen, leise zu sprechen. Die Öffnungszeiten variieren: Prüft immer die aktuellen Informationen, bevor ihr ankommt.
Anacapri: ein Garten und ein Maiolika-Eden
Mit dem Aufstieg nach Anacapri wird die Insel intimer. Villa San Michele, das Haus von Axel Munthe, vereint Architektur, Garten und einen Blick auf den Golf, der zum Schweigen einlädt. Es ist der richtige Ort für einen Spaziergang zu zweit zwischen Pergolen und Terrassen.
Nicht weit entfernt bewahrt die Kirche San Michele einen selten schönen Majolika-Boden, der das irdische Paradies darstellt: Betrachtet ihn aus der Nähe und dann von oben, um die Details und das Gesamtbild zu erfassen.
Wenn die Zeit es erlaubt, bietet die Seilbahn auf den Monte Solaro einen weiteren weiten Ausblick, doch für dieses Erlebnis empfiehlt es sich, den eigenen, dazu gewidmeten Artikel zu lesen.

Der Sonnenuntergang am Leuchtturm von Punta Carena
An der Westspitze der Insel ist der Leuchtturm von Punta Carena einer der besten Orte, um den Tag ausklingen zu lassen. Die Küste ist offener und wilder, und die Sonne, die ins Meer sinkt, verleiht den Farben eine besondere Tiefe.
Kommt etwas früher, um euch einen Platz zu suchen, und bleibt bis zu den letzten Himmelsnuancen. Bevor ihr diesen Halt wählt, prüft jedoch die Uhrzeit der letzten Fähre oder des letzten Tragflügelschiffs sowie die Verbindungen für die Rückfahrt.
Kleine Hinweise für einen gelungenen Tag
Um die Route wirklich entspannt zu machen, lohnt es sich, die Etappen zu reduzieren und Raum für Unvorhergesehenes zu lassen.
- Tragt bequeme Schuhe: Capri entdeckt man zu Fuß, zwischen Treppen und Anstiegen.
- Prüft Öffnungen und Zugänge (Via Krupp, Certosa, Aufstiegsanlagen) immer auf offiziellen Quellen.
- Kontrolliert die Fahrpläne der Schiffsverbindungen: Fähren und Tragflügelboote starten von Napoli und Sorrento und in der Saison von der Costiera Amalfitana.
- Plant Zeit für die Rückkehr ein, besonders wenn das Meer unruhig ist.

Häufige Fragen
Was ist die beste Zeit für einen romantischen Spaziergang auf Capri?
Der frühe Morgen und der späte Nachmittag sind die ruhigsten Zeiten: Das Licht ist weicher und die meistbesuchten Orte werden stiller. Der Sonnenuntergang in Punta Carena oder an den Aussichtspunkten der Insel ist besonders stimmungsvoll.
Ist Via Krupp immer begehbar?
Nein, die Straße kann gesperrt sein. Prüft vorab die offiziellen Mitteilungen der Gemeinde Capri und plant eine Alternative ein.
Kann man Capri auch an nur einem Tag romantisch erleben?
Ja, vorausgesetzt, man wählt nur wenige Stopps: einen Aussichtspunkt auf die Faraglioni, einen Besuch in Anacapri und den Sonnenuntergang. Prüft die Fahrzeiten von Fähren und Tragflügelbooten, damit ihr den Abend nicht verpassen müsst.
Quellen und nützliche Links
Zeiten, Preise und Leistungen können sich ändern: Prüfe vor der Reise immer die offiziellen Quellen.
Aktualisiert: 2026-10-26



