AMALFI VIBES
Blick auf Marina Piccola in Capri mit der kleinen Bucht, den Plattformen am Meer und den Faraglioni im Hintergrund

CAPRI

Strände und Badeplätze auf Capri: wo baden?

Auf Capri hat das Baden seinen ganz eigenen Charakter: wenig Sand, viel Fels und tiefes Wasser, das zum Sprung ins Meer von den Klippen einlädt. Zwischen der Südküste von Marina Piccola, dem Sonnenuntergang in Punta Carena und dem Hafen von Marina Grande zeigt sich, wo man das Handtuch ausbreiten sollte.

Eine Insel aus Felsen, nicht aus Stränden

Wer lange Sandflächen erwartet, wird überrascht sein. Die Insel erhebt sich aus dem Golf von Neapel mit hohen, felsigen Küsten, und der Zugang zum Meer erfolgt fast immer über kleine Buchten, Treppen, Betonterrassen oder Plattformen auf den Felsen.

Gerade diese Beschaffenheit sorgt für klares, intensives Wasser. Man sollte jedoch mit den richtigen Erwartungen anreisen: Auf Capri geht es mehr ums Baden als um den Strand, und der Reiz liegt im Schwimmen, im Sonnenbaden auf einer Plattform und darin, den Fels steil ins Meer abfallen zu sehen.

Marina Piccola: Baden mit Blick auf die Faraglioni

An der Südseite ist Marina Piccola die Meereszone, die am stärksten mit dem klassischen Bild der Insel verbunden ist. Von hier schweift der Blick zu den Faraglioni, den drei Wahrzeichen Capris, und die Küste eignet sich für einen Tag mit Sprüngen ins Wasser und Ruhepausen.

Hier konzentriert sich ein Großteil der Strandbäder der Insel, mit Liegen und Sonnenschirmen dicht am Wasser. Man erreicht den Ort von Capri aus über die Straße; der Fußweg über die Via Krupp, die bei den Giardini di Augusto beginnt, ist spektakulär, kann aber gesperrt sein. Prüfe daher vorher die Lage bei den offiziellen Quellen der Gemeinde.

Capri — Marina Piccola: Baden mit Blick auf die Faraglioni

Punta Carena: die windigere Seite von Anacapri

An der Westspitze unterhalb von Anacapri hat Punta Carena eine andere Atmosphäre: weniger mondän, offener und vom Leuchtturm geprägt. Die Küste besteht aus Felsen, und das Meer wirkt hier freier als an der Südküste.

Der Ort ist besonders am späten Nachmittag beliebt, weil die Westausrichtung den Sonnenuntergang über dem Wasser schenkt. Wer Anacapri bereits besucht hat, kann den Tag mit ein paar Stunden Meer hier in einem langsameren Rhythmus ausklingen lassen.

Marina Grande: praktisch, aber vor allem ein Hafen

Marina Grande ist der Ankunftsort von Fähren und Tragflügelbooten und das Zentrum des Hafenlebens der Insel. Es gibt einen Küstenabschnitt, an dem man anhalten kann, und der Vorteil liegt in der Bequemlichkeit: Man steigt vom Boot und ist schon am Meer.

Das ist eine sinnvolle Lösung, wenn man wenig Zeit hat oder die Rückkehr knapp geplant ist, aber das Kommen und Gehen der Boote macht die Umgebung weniger ruhig als die Buchten im Süden und Westen. Für ein ruhigeres Bad sollte man besser weiterziehen.

Capri — Marina Grande: praktisch, aber vor allem ein Hafen

Wie die Strandbäder funktionieren

Die Strandbäder auf Capri sind in der Regel Anlagen direkt am Meer mit Liegen, Sonnenschirmen und direktem Zugang zum Wasser über Treppen oder Plattformen. Oft gibt es auch Service am Tisch und Umkleiden.

Ein paar praktische Hinweise:

  • In der Hochsaison lohnt es sich, sich frühzeitig nach der Verfügbarkeit zu erkundigen, indem man die Anlage direkt kontaktiert;
  • Bedingungen, Leistungen und Tarife ändern sich von Saison zu Saison, also prüfe immer die aktuellen Details;
  • Nimm das Nötigste mit, denn auf der Insel kommt fast alles über das Meer an und Vorräte sind kostbar.

Mit Vernunft ins Wasser gehen

Der felsige und rutschige Untergrund macht Badeschuhe nützlich, besonders dort, wo der Einstieg ohne Treppe erfolgt. Das Wasser wird rasch tief, daher ist es nicht der ideale Ort für Menschen, die unsicher schwimmen oder mit kleinen Kindern ohne Aufsicht unterwegs sind.

In den Bereichen nahe der Faraglioni und in den Ankerbuchten fahren viele Boote vorbei: Schwimme immer nahe am Ufer und befolge die lokalen Sicherheitsanweisungen. Bei starkem Wind oder bewegter See werden einige Buchten weniger praktikabel; dieselbe Regel gilt für die Grotta Azzurra, die nur bei ruhiger See besucht werden kann.

Capri — Mit Vernunft ins Wasser gehen

Den Badetag organisieren

Am besten genießt man die Insel, indem man nicht alles auf einmal macht: ein Bad am Vormittag in Marina Piccola, ein gemütliches Mittagessen, am Nachmittag ein Besuch in Capri oder Anacapri und vielleicht der Sonnenuntergang in Punta Carena.

Beachte, dass die Verbindungen mit Neapel, Sorrent und in der Saison auch mit der Amalfiküste nach wechselnden Fahrplänen verkehren. Prüfe Fahrten, letzte Rückkehr und Anschlüsse auf den offiziellen Websites der Gesellschaften und des lokalen Verkehrs und lass vor der letzten Abfahrt etwas Puffer.

Häufige Fragen

Gibt es auf Capri Sandstrände?

Nicht im Sinne großer Sandflächen. Die Küste ist überwiegend felsig, und man badet von kleinen Buchten, Treppen und Plattformen aus. Marina Piccola ist die meistbesuchte Meereszone.

Wo kann man den Sonnenuntergang über dem Meer sehen?

Punta Carena auf der Westseite bei Anacapri ist dank der Westausrichtung und des Leuchtturms eine sehr beliebte Wahl.

Kann man zu Fuß vom Zentrum nach Marina Piccola hinuntergehen?

Ja, in der Regel über die Via Krupp, die bei den Giardini di Augusto beginnt. Dieser Weg kann gesperrt sein, daher solltest du vor der Abfahrt immer den Zugang auf den offiziellen Quellen prüfen.

Quellen und nützliche Links

Zeiten, Preise und Leistungen können sich ändern: Prüfe vor der Reise immer die offiziellen Quellen.

Aktualisiert: 2026-10-26

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