Ein Plateau als Knotenpunkt von Wegen
Agerola liegt auf etwa 600 Metern Höhe, über Furore und Conca dei Marini, und ist ein strategischer Ausgangspunkt für Wandernde. Von hier kann man zum Meer hinabsteigen, entlang des Rückens in Richtung Positano weitergehen oder auf Höhe bleiben, zwischen Feldern und Wäldern.
Früher waren diese Trassen die täglichen Verbindungswege zwischen Ortsteilen, Weiden und Küstenorten. Heute sind viele davon zu Wanderwegen geworden, bewahren aber ihren ursprünglichen Charakter: Stein, unregelmäßige Stufen, Trockenmauern.
Der Regionale Naturpark der Monti Lattari als Rahmen
Das Plateau gehört zum großen Gebirgssystem der Monti Lattari, das vom gleichnamigen Regionalpark geschützt wird. Es ist ein Gebiet, in dem die steil ins Meer abfallende Küste und das bewaldete Hinterland in kurzer Distanz aufeinandertreffen, und das macht jede Tour anders als die andere.
Bei der Wahl der Route sollte man mit den offiziellen Quellen beginnen: der aktuellen Wanderkartografie, den Hinweisen des Parks und denen der lokalen CAI-Sektionen. Das sind die zuverlässigsten Referenzen für Markierungen, Schwierigkeit und Zustand der Wege.

Abstiege zum Meer: Furore und Conca dei Marini
An der Südseite verbinden Wege und Treppen das Plateau mit den Dörfern an der Küste. Das sind Routen, die die Landschaft schnell verändern: von der frischen Luft Agerolas geht es zu mediterranerer Vegetation, bis zum Blau des Tyrrhenischen Meeres.
Man sollte bedenken, dass man nach dem Abstieg wieder hinaufmuss oder die Rückfahrt mit dem Bus organisieren sollte. Vor der Abfahrt prüfe auf den offiziellen Kanälen die verfügbaren Verbindungen, die je nach Saison und Wochentag variieren können.
Zu Fuß durch die Ortsteile
Eine unaufdringliche Art, Agerola kennenzulernen, ist, seine Ortsteile zu Fuß zu verbinden: Bomerano, Pianillo, San Lazzaro, Campora, Ponte. Nebenstraßen und alte Fußwege führen durch Gärten, Weiden und kleine Häusergruppen.
Es ist ein sanfterer Spaziergang, geeignet für alle, die keine großen Höhenunterschiede suchen. Unterwegs begegnet man den Spuren der Käsereitradition, die die Landschaft geprägt hat, und man kann am Aussichtspunkt von San Lazzaro anhalten, um das Meer von oben zu betrachten.

Wälder und höhere Lagen
Das Klima des Plateaus ist kühler als das an der Küste, und an Sommertagen spenden die Waldabschnitte Schatten und Erleichterung. Beim Aufstieg zu den Graten wird die Umgebung offener und die Ausblicke weiten sich über beide Seiten der Sorrentinischen und der Amalfiküste.
Touren in höheren Lagen erfordern mehr Vorbereitung: wechselhaftes Wetter, unebener Untergrund und weniger Rastmöglichkeiten. Studieren Sie die Karte, schätzen Sie Ihre Erfahrung realistisch ein und lassen Sie sich, wenn Sie die Gegend nicht kennen, von einer zugelassenen Wanderführerin oder einem zugelassenen Wanderführer begleiten.
Gut vorbereiten: praktische Tipps
Einige Regeln gelten für jede Tour in den Monti Lattari:
- Wanderschuhe mit gut profilierter Sohle, weil Stein und Laub rutschig sein können;
- ausreichend Wasser und etwas zu essen, da es entlang der Wege nicht immer Versorgungsmöglichkeiten gibt;
- Kleidung in Schichten, weil auf 600 Metern und darüber die Temperatur anders sein kann als an der Küste;
- aufgeladenes Telefon und Karte, auch offline gespeichert, wobei man sich nicht überall auf Empfang verlassen kann;
- Respekt vor der Natur: den Müll mitnehmen, die Wege nicht verlassen und kein Feuer machen.
Prüfe vor jeder Tour die Wetterbedingungen und eventuelle Verordnungen oder Sperrungen von Wegabschnitten, die von Erdrutschen, Arbeiten oder Brandgefahr abhängen.
Wann man gehen sollte
Frühling und Herbst sind in der Regel die angenehmsten Zeiten zum Wandern: milde Temperaturen, klares Licht und eine sich wandelnde Vegetation. Im Sommer empfiehlt es sich, früh aufzubrechen und schattige Abschnitte zu bevorzugen, während man im Winter stärker auf Regen, Wind und nassen Untergrund achten muss.
Unabhängig von der Jahreszeit sollte man genügend Tageslicht einplanen und die Rückkehr nicht improvisieren. Der Sentiero degli Dei bleibt der große Klassiker, doch oft ist es gerade eine weniger bekannte Alternative, die die Stille schenkt, die viele hier oben suchen.
Häufige Fragen
Kann man von Agerola aus auch wandern, ohne den Sentiero degli Dei zu gehen?
Ja. Das Plateau ist durch zahlreiche Wege verbunden, die nach Furore und Conca dei Marini hinabführen, die Ortsteile durchqueren oder in die Wälder der Monti Lattari hinaufsteigen. Um die Route zu wählen, konsultieren Sie aktuelle Kartografie und die Hinweise des Regionalparks sowie des CAI.
Wie prüfe ich, ob ein Weg begehbar ist?
Wenden Sie sich an die offiziellen Stellen: Regionalpark Monti Lattari, CAI, Gemeinde und Zivilschutz. Dort können Sperrungen oder Verordnungen im Zusammenhang mit Erdrutschen, Arbeiten oder Brandgefahr gemeldet werden, die sich im Laufe der Zeit ändern.
Braucht man Führer oder reicht eine gute Karte?
Auf den meistbegangenen und gut markierten Wegen können eine aktuelle Karte und etwas Erfahrung ausreichen. Für höher gelegene oder wenig frequentierte Abschnitte ist es ratsam, sich von einer zugelassenen Wanderführerin oder einem zugelassenen Wanderführer begleiten zu lassen.
Quellen und nützliche Links
Zeiten, Preise und Leistungen können sich ändern: Prüfe vor der Reise immer die offiziellen Quellen.
Aktualisiert: 2026-10-26




